Empathische Kommunikation für Führungskräfte in der Pflege

Der Sachtyp – Ein schöpferischer Denker

von | Menschenkenntnis | 0 Kommentare

Persönlichkeits- oder Typenmodelle helfen Geschäftsführungen, Führungskräften und Personalverantwortlichen bei der Auswahl und dem Umgang mit Mitarbeitenden, denn sie beschreiben Unterschiede im Verhalten und Charakter und helfen damit, den richtigen Mitarbeitenden zu finden und ihn richtig einzusetzen.

In unseren Blogartikeln „Persönlichkeitsmodelle – Schublade auf, oder was…???“ und „Blick in die Schublade – Das ILP®-Persönlichkeitsmodell“ haben wir Dir einen ersten Einblick in das Persönlichkeitsmodell gegeben, mit dem wir arbeiten.

Heute wollen wir einmal den Sachtyp genauer betrachten. Was sind seine Erkennungsmerkmale? Was sind die kommunikativen Stärken dieses Persönlichkeitstyps, wo schlägt er sich gut und wo liegen seine Schwächen und Entwicklungsziele? Und welcher Umgang mit ihm ist der richtige?

Steckbrief

In einem Satz zusammengefasst könnte man für den Sachtyp das Bild des zerstreuten Professors nutzen.
Ein interessantes Gespräch oder eine neue Erkenntnis sind für den Sachtyp das Salz in der Suppe des Lebens. Als brillanter Analyst und mit seiner schnellen Auffassungsgabe kann er schnell zu Aufklärung eines Problems beitragen. Er kann aber auch selbstvergessen mit seinen Gedanken um ein Problem kreisen und die Realität um sich herum vollständig ausblenden.

Erkennungsmerkmale

Ernst, beobachtend und nachdenklich ist der Sachtyp in der Regel, manchmal auch grüblerisch, zerstreut, lamentierend. Er hat einen feinen, fast verschmitzten trockenen Humor. Seine Sprache ist oft ausschweifend oder analytisch und seine Stimme nur schwach moduliert. Konflikten geht er lieber aus dem Weg, aber wenn er richtig wütend wird – dann explodiert er. Grundsätzlich ist er eher menschenscheu und zurückhaltend. Die Bühne ist nichts seins. Gerne steht er im Hintergrund und sorgt dort dafür, dass sein Umfeld transparent und übersichtlich ist. Dann fühlt er sich sicher. Überhaupt braucht er klare Rahmenbedingungen und fühlt sich nur wohl, wenn seine Grenzen nicht überschritten werden. Gefühle zu zeigen ist nicht seine Stärke, er punktet lieber mit schneller Auffassungsgabe, kritischer Analyse und flexiblem Denken. Das heißt nicht, dass er keine Gefühle hätte. Nur sie zu zeigen, fällt ihm schwer. Erwarte als Beziehungstyp also bloß keine Begeisterungsstürme oder Liebesschwüre. Und als Handlungstyp wird in der Kommunikation mit einem Sachtyp Deine Geduld auf die Probe gestellt. Hier hilft kein Drängeln oder Antreiben, kein Schmeicheln oder Flehen, der Sachtyp bewegt sich in seinem Tempo. Gerade bei der Umsetzung von Ideen – und die hat der Sachtyp reichlich – hapert es. Das gibt er gerne an andere ab. Er verschanzt sich lieber in seiner Denkerstube. Denn sobald es ans Handeln geht, muss er Verantwortung übernehmen für seine Taten. Und davor scheut er zurück. Erst recht, wenn es ans Multitasking geht. Hier steigt er komplett aus und kann in vollständige Verweigerungshaltung gehen.

Stärken

Analytisches Denken und schnelle Auffassungsgabe und Erkennen sowie Lösen von Problemen sind die Grundkompetenzen des Sachtypen. Damit eignet er sich in Unternehmen hervorragend in Bereichen wie Finanzen und Controlling. Mit seiner sachlichen, überzeugenden Argumentation ist er ein hervorragender Verwalter. Wenn er es schafft seine Selbstzweifel hinter sich zu lassen, ist er ein ruhiger, verlässlicher Mitarbeiter. Als Führungskraft übernimmt er Verantwortung und stellt den Ruhepol für seine Mitarbeitenden dar.

Schwächen

Der Sachtyp ist ein eher ängstlicher Mensch. Da er häufig an sich selbst zweifelt, sich selbst abwertet, fühlt er sich oft schwach und minderwertig. Andere nehmen ihn oft als weitschweifig, ausweichend, nachtragend oder distanziert wahr. Das ist weder etwas für den Beziehungstyp noch den Handlungstyp. Die übersehen und übergehen den Sachtyp schnell mal. Und genau das ist seine größte Angst: nicht wahrgenommen zu werden.

SICHERHEIT, KLARHEIT UND BEACHTUNG SIND DIE ZENTRALEN ZIELE DES SACHTYPEN!

Entwicklungsziele

Raus aus dem Kopf – rein ins Handeln. Das ist kurz gesagt das Entwicklungsziel des Sachtypen. Und das funktioniert nur, wenn er es geschafft hat seine Selbstzweifel hinter sich zu lassen. Dann wird er sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und ist in der Lage nicht nur für sich, sondern auch für andere Verantwortung zu übernehmen, Er wird engagiert kommunizieren, Vereinbarungen treffen und erfolgreich handeln.

Umgang mit dem Sachtyp

Schenke einem Sachtyp Beachtung! Ihn in einer ruhigen, konzentrierten Atmosphäre im Gespräch ernst zu nehmen und nicht zu kritisieren, nimmt ihm seine größte Befürchtung nicht wahrgenommen zu werden. Auch wenn es Deinen Geduldsfaden strapaziert, höre aufmerksam zu, nimm Dir Zeit. Und biete ihm die Rahmenbedingungen, die der Sachtyp braucht. Übersichtlichkeit, Klarheit, Sicherheit und Respekt sind die zentralen Werte, die Du einhalten solltest, um im Sachtyp den perfekten Mitarbeitenden zu erhalten.

Vielleicht hast Du Dich beim Lesen auch gerade selbst erkannt! Denn auch Führungskräfte sind Typen. Falls Du Dich als Sachtyp im Text wiedererkannt hast, dann wäre jetzt die richtige Gelegenheit, um Deine Persönlichkeitsentwicklung vorwärtszutreiben. Gerne unterstützen wir Dich dabei. Vielleicht startest Du mit unserem kostenlosen Speedcoaching. Denn die Kommunikationskönner begleiten Dich bei Deiner Entwicklung zur empathischen Führungskraft mit Entwicklungsimpulsen und Online-Workshops in Führung, Menschenkenntnis und Kommunikationsmethoden.

Oder zweifelst Du noch, welcher Typ Du bist? Dann schau noch mal in unseren Artikel über den Beziehungstyp. Oder nutze unseren kostenlosen Typentest um herauszufinden, wie Du tickst. Oder wie Deine Mitarbeiter ticken!

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